HM Wandappliken Dassongesamt

Paar wunderschön ausgeführte, vierarmige Bronze Doré Wandappliken

Signiert und datiert Henry Dasson 1879

Beson­ders ele­gantes Paar Wan­dap­p­liken mit der Darstel­lung des Zephyrs, in Bronze Doré von Hen­ry Das­son (1825- 1896).

Die sehr fein und plas­tisch aus­ge­führte Fig­ur von Zephyr (Gott des West­windes), dargestellt mit langem, wal­len­den Haar, bekrönt von einem Kranz aus Blüten, sehr fein gezierten Schmetter­lings­flügeln über seinen Schul­tern, sowie einem lose fal­l­en­den Tuch, das Schul­tern und Teile des nack­ten Kör­pers bedeckt. In seinen bei­den Hän­den hält er je zwei geschwun­gen und gedreht aus­ge­führte Akan­thus Äste, welche von Tropf­schalen und Kerzen­tüllen bekrönt wer­den. Gestal­tet sind diese mit Blüten, Knospen, Girlan­den und orna­men­tal­en Dekorationen.

Der Entwurf der vor­liegen­den Wan­darme geht auf einen frühe Ver­sion um 1700 – 1715, von einem unbekan­nten Meis­ter in Paris gefer­tigt, zurück. Unter anderem find­en wir eine ver­gle­ich­bares zweiarmiges Paar aus dieser Zeit im J. Paul Get­ty Muse­um, hier ist Zephyr mit Flo­ra als Pen­dant dargestellt.

Hen­ry Das­son (18251896) gilt als bedeu­ten­der Kun­st­tis­chler und Bronzegießer sein­er Zeit. Seine Werk­stät­ten befan­den sich in Paris, wo er auch Berühmtheit für seine traumhaft schön gefer­tigten Kopi­en der Royalen Möbeln des 18. Jahrhun­derts erlangte. Auch mit vie­len eige­nen Entwürfe von Möbeln und Beleuch­tun­gen im Stile des 18. Jhdt. kon­nte er seine Klien­tel begeis­tern. Seine Werk­stät­ten bracht­en exzep­tionelle Möbel her­vor, die er mit den fein­sten, feuerver­gold­e­ten Bronzen ver­sah. Auf der Weltausstel­lung 1878 in Paris bewun­derte man Hen­ry Das­son für sein prunk­volles Schreib­mö­bel im Stil Louis XVI mit traumhaft schö­nen Bronze Doré Deko­ra­tio­nen. Dieses Meis­ter­stück war eine exak­te Kopie von dem imposan­ten Schreibtisch König Lud­wig XV dem secré­taire à cylin­dre“ oder Bureau du Roi, heute im Schloss Ver­sailles aus­gestellt. Im Jahre 1889 gewann Das­son auf der Weltausstel­lung den großen Preis für seine meis­ter­lich gear­beit­eten Möbel­stücke. Bis zum Jahr 1894, in dem seine unternehmerische Tätigkeit endete, pro­duzierte Hen­ry Das­son in seinen Werk­stät­ten wun­der­volle und in ihrem Design außergewöhn­liche Möbeln und Kun­st­ge­gen­stände in fein­ster Qualität.

Vor­liegende Wan­dap­p­liken sind ein wun­der­schönes Beispiel für die außeror­dentliche Qual­ität der Bronzear­beit­en und Ver­goldung, für welche Das­son so bedeu­tend war. Beson­ders ist auch seine große und fein aus­ge­führte Sig­natur und Datierung, welche sich bei bei­den Wan­dar­men seitlich an den Wand­schildern befindet.

Ein absolutes High­light, sel­ten und per­fekt für für einen ele­gan­ten Salon mit fein­er klas­sis­ch­er Einrichtung.

Lit­er­atur: French Fur­ni­ture and Gilt Bronzes, Cat­a­logue of the J. Paul Get­ty Muse­um Col­lec­tion; 36, p 310 – 317, Abbil­dung s. unten

HM Wandappliken Dasson D3
Wandappliken von Henry Dasson H: 73 cm, B: 36 cm
HM Wandappliken Dasson D1
HM Wandappliken Dasson D2
HM Wandappliken Dasson D4
HM Dasson Literature
Literatur French Furniture and Gilt Bronzes, Catalogue of the J. Paul Getty Museum Collection